von Prof. Dr. med. Thomas Klockgether, Dekan der medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Sehr geehrte Tagungsteilnehmerinnen, sehr geehrte Tagungsteilnehmer,
als Dekan der Medizinischen Fakultät und Lehrstuhlinhaber für Neurologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität begrüße ich Sie als Teilnehmer des 3. Nachsorgekongresses der Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation und Nachsorge nach Schädelhirnverletzung. Trotz der großen Fortschritte, die Neurologie und Neurochirurgie gerade auch in den letzten Jahren gemacht haben, hinterlassen neurologische Krankheiten und Hirnverletzungen häufig lang anhaltende, manchmal auch bleibende Behinderungen. Andererseits ist auch das geschädigte Gehirn ein lernfähiges Organ, sodass auch über lange Zeiträume Fortschritte gemacht werden können. Möglichkeiten der Teilhabe sind bei den Betroffenen immer wieder zu überprüfen und der Bedarf an Hilfeleistungen ändert sich mit der Zeit. Akutmedizin und stationäre Rehabilitation stehen in Deutschland auf hohem Niveau, in der ambulanten Rehabilitation und der längerfristigen Nachsorge bestehen jedoch noch Lücken und Unzulänglichkeiten, denen sich Ihr Kongress widmen möchte.
Die Integration nach Schädelhirnverletzung bedarf der Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten, Betroffenen und der Selbsthilfe. Diese Zusammenarbeit kann noch verbessert und gestärkt werden. Ich freue mich, dass Verbände aus allen genannten Bereichen Ihre Initiative unterstützen, und wünsche Ihnen einen erfolgreichen und fruchtbaren Kongress.
Prof. Dr. med. Thomas Klockgether
Dekan der medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn