Prof. Dr. med. Eberhard Koenig,
Vorsitzender der
Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e.V.
Trotz der anhaltenden Diskussion um die neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation verfügt Deutschland auf dem neurologischen Fachgebiet über eines der besten stationären Rehabilitationssysteme.
Anders sieht dies beim Übergang von der stationären zur ganztags ambulanten und ambulanten neurologischen Rehabilitation aus. Hier bestehen günstige Voraussetzungen in den Ballungsgebieten, außerhalb dieser Ballungsgebiete sind aber häufig nur einzelne Therapeuten in ihren Praxen tätig, aber meist keine Therapieangebote vorhanden, die die Bereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie und Neuropsychologie an einem Ort umfassen würden. Auch die Langzeitversorgung von Patienten mit hochgradigen Bewegungseinschränkungen und Spastik sowohl zu Hause wie in Pflegeheimen ist aufgrund der Budgetierung problematisch. Die durch die neue Gesetzgebung geschaffenen Möglichkeiten wie das persönliche Budget sind weitgehend noch nicht ausgeschöpft.
Insbesondere hier sehe ich die Möglichkeit für den 4. Nachsorgekongress Erfahrungen auszutauschen und das Bewusstsein zu schärfen, wie die Versorgung schädelhirnverletzter Menschen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben weiter verbessert werden kann.
Im Namen der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation wünsche ich dem Kongress einen guten Verlauf.
Prof. Dr. med. Eberhard Koenig
Vorsitzender der DGNR
Neurologische Klinik Bad Aibling