Grußwort 2009

der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer zum

3. Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft
Rehabilitation und Nachsorge nach Schädelhirnverletzung
Teilhabe: Wege und Stolpersteine 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Politik für behinderte Menschen wechselt ihre Paradigmen. Wir wollen weg von der reinen Fürsorge, hin zu Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen. Der behinderte Mensch selbst steht mit seinen individuellen Stärken und Schwächen, seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen im Mittelpunkt. Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben sind eine individuelle medizinische Behandlung, therapeutische Förderung und passende Hilfsmittel. Wir brauchen Angebote und Konzepte, die der individuellen Lebenssituation des Betroffenen entsprechen. Das Recht darauf ist nicht nur ein Recht auf Fürsorge, es ist das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und Teilhabe. Ein Menschenrecht!

In vielen Bereichen gibt es heute solche Angebote. Menschen mit erworbenen Behinderungen bekommen hier jedoch noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Gerade sie benötigen neben einer qualifizierten Gesundheitsversorgung individuelle Rehabilitationsleistungen und Hilfestellung bei der Krankheitsverarbeitung. Und nicht nur der betroffene Mensch selbst, sondern auch seine Angehörigen, deren Leben sich ebenso schlagartig geändert hat, brauchen Unterstützung bei der Bewältigung der neuen Situation.

Ein Teil des Weges wurde insbesondere mit dem SGB IX in den Vergangenen Jahren gegangen. Ohne Frage bedarf es weiteren, noch größeren Engagements, um die Ziele zu erreichen. Dieser Nachsorgekongress verleiht den Bedürfnissen schädelhirnverletzter Menschen eine Stimme und wird so zu einem zentralen Teil des Engagements.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Kongress und interessante Gespräche.

Herzliche Grüße





Gemeinsam mit den Teilnehmern des 11. Nachsorgekongresses erarbeitete die AG Teilhabe Wahlprüfsteine zur Situation von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (MeH)

Karl-Josef Laumann,
Staatssekretär
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigten für Pflege
Schirmherr des
11. Nachsorgekongresses

Hermann Gröhe,
Bundesminister für
Gesundheit

Andrea Nahles,
Bundesministerin für
Arbeit und Soziales
Schirmherrin des 10. Nachsorgekongresses

Verena Bentele,
Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Schirmherrin des 9. Nachsorgekongresses

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz,
Schirmherrin des 8. Nachsorgekongresses

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
Schirmherrin des 7. Nachsorgekongresses

Daniel Bahr,
Bundesminister für Gesundheit,
Schirmherr des
6. Nachsorgekongresses

Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Schirmherr des 5. Nachsorgekongresses

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
Schirmherrin des 4. Nachsorgekongresses


Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Schirmherrin des 3. Nachsorgekongresses



Helga Kühn-Mengel, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

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