Teilhabe hirnverletzter Menschen weiterhin herausfordernd

Anfang 2014 erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft Teilhabe anlässlich des 8. Nachsorgekongresses erstmalig eine breit angelegte Umfrage unter schädelhirnverletzten Menschen, ihren Angehörigen und Leistungserbringern, wie Ärzten, Therapeuten oder Sozialarbeitern. Die Ergebnisse der Befragung wurden im Rahmen einer Masterarbeit an der Hochschule Magdeburg - Stendal (FH), Studiengang Rehabilitationspsychologie am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Claudia Wendel ausgewertet.

Die Nachwuchswissenschaftlerin Juliane Nothnagel widmete ihre Master-Thesis „Teilhabe von Menschen mit erworbener Hirnschädigung - Theorie oder Wirklichkeit? Erfahrungen, Wünsche und Probleme aus Sicht von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen“ diesem wichtigen Thema und erhielt für ihre Arbeit die Bestnote „sehr gut“.

Die Ergebnisse sind erschreckend und haben gezeigt, wie ergebnisorientiert es sein kann, Betroffene und Angehörige in die Forschung einzubeziehen. Sie machen deutlich, wie weit unsere Gesellschaft von dem angestrebten Ziel der Teilhabe schädelhirnverletzter Menschen entfernt ist.

So zeigen sich im deutschen Gesundheits- und Sozialsystem gravierende Mängel und Lücken in der Versorgung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen. Noch immer fallen viele Betroffene durch jegliches Raster, noch immer kommt es nach der Verletzung häufig zu „sozialen Abstiegen“ von Patienten oder ganzen Familien. „Im Ergebnis werden vor allem ein flächendeckender Mangel an spezialisierten Angeboten und Einrichtungen für Menschen mit erworbenem Hirnschäden, fehlendes Wissen und Verständnis sowie eine häufig unzureichende Versorgung von Betroffenen und Angehörigen als teilhabeerschwerend erlebt. Als besonders hilfreich erwiesen sich Kontakte zu spezialisierten Einrichtungen und Selbsthilfegruppen,“ so Juliane Nothnagel in ihrem Resümee.

Downloaden Sie hier die vollständige Masterarbeit (Zitat und Abdruck - auch auszugsweise - honorarfrei mit Quellenangabe. Beleg erbeten an: ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, Rochusstraße 24, 53123 Bonn).




Schriftliche Anfrage an den Bayerischen Landtag zur Versorgungssituation der MeH in Bayern
(vlnr.: Dr. P. Reuther,
H. Lüngen, B. Stamm)

Barbara Stamm,
Landtagspräsidentin a. D., Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern,
Schirmherrin des 13. Nachsorgekongresses

Volker Bouffier
Ministerpräsident des Landes Hessen,
Schirmherr des 12. Nachsorgekongresses

Boris Rhein
Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst

Karl-Josef Laumann,
Staatssekretär
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigten für Pflege
Schirmherr des
11. Nachsorgekongresses

Hermann Gröhe,
Bundesminister für
Gesundheit

Andrea Nahles,
Bundesministerin für
Arbeit und Soziales
Schirmherrin des 10. Nachsorgekongresses

Verena Bentele,
Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Schirmherrin des 9. Nachsorgekongresses

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz,
Schirmherrin des 8. Nachsorgekongresses

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
Schirmherrin des 7. Nachsorgekongresses

Daniel Bahr,
Bundesminister für Gesundheit,
Schirmherr des
6. Nachsorgekongresses

Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Schirmherr des 5. Nachsorgekongresses

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
Schirmherrin des 4. Nachsorgekongresses


Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Schirmherrin des 3. Nachsorgekongresses



Helga Kühn-Mengel, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

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