Presse 2013

Nachsorgekongress in Berlin verabschiedet
Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013

Fragenkatalog zu Problemen bei Versorgung, Teilhabe und Inklusion nach Schädelhirnverletzungen / Kongress diskutiert Schwierigkeiten für Betroffene in Schule, Ausbildung und Beruf


Bonn/Berlin 4. März 2013. Der diesjährige Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft „Teilhabe, Rehabilitation, Nachsorge und Integration nach Schädelhirnverletzungen“ hat Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013 verabschiedet. Der Fragenkatalog an die politischen Parteien weist auf die drängenden Probleme von Menschen mit erworbener Schädelhirnverletzung bei Versorgung, Teilhabe und Inklusion hin. Insgesamt bestehen die Wahlprüfsteine aus elf Themenbereichen, zu denen die Arbeitsgemeinschaft von den Parteien konkrete Antworten erwartet. Dazu zählen u.a. Fragen nach dem generellen Kenntnisstand zum Thema erworbene Hirnschädigung und zu überfälligen Schritten bei der Gesetzgebung, z.B. im Schwerbehindertenrecht. Die Parteien sollen auch beantworten, mit welchen Maßnahmen sie die Situation der Betroffenen bei der schulischen und beruflichen Inklusion verbessern und Kinder mit erworbener Schädelhirnverletzung und ihre Familien besser unterstützen wollen.

Der 7. Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft „Teilhabe, Rehabilitation, Nachsorge und Integration nach Schädelhirnverletzungen“ fand am 28. Februar und 1. März 2013 im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof Berlin statt und stand unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen. Über 250 Teilnehmer aus Politik, Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis sowie Betroffene und Angehörige diskutierten in einem umfassenden Programm die Probleme schädelhirnverletzter Menschen in Schule, Ausbildung und Arbeit.

Hans-Joachim Fuchtel, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, begrüßte die Teilnehmer des Kongresses und lud Vertreter der Leistungs- und Kostenträger sowie der AG Teilhabe zum regelmäßigen Austausch mit Vertretern des Ministeriums ein, um den Familienaktionsplan mit Leben zu füllen.

Der Sprecher der AG Teilhabe, Rehabilitation, Nachsorge und Integration nach Schädelhirnverletzung, Achim Ebert, bekräftigte noch einmal die beim 6. Nachsorgekongress gestellte Forderung nach einem eigenen Behindertenstatus für Menschen mit erworbener Hirnschädigung.

Dr. Helga Seel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V., wies auf die Bedeutung der Lotsen durch das System der vielfältigen Zuständigkeiten hin. ‚Ich wollte es schaffen und niemand wollte mich scheitern lassen‘, so das Zitat eines 33-jährigen Betroffenen. Sie betonte, dass die richtige Weichenstellung zu Beginn des Behandlungs- und Betreuungsprozesses die Chancen für Betroffene um ein Vielfaches erhöhe. Die Vorbereitungen hierzu seien getroffen, jetzt gehe es an die Umsetzung.

Im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stehe, so Staatssekretär Lutz Stroppe, der Mensch in seinen unterschiedlichen Lebensphasen im Vordergrund und somit sei der Gedanke der Inklusion dort fest verankert. Allerdings müssten Pläne auch an dem besonderen Bedarf der betroffenen Familien ausgerichtet werden. Insbesondere Familien mit einem schädelhirnverletzten Kind rutschten oft an den Rand der Gesellschaft und in die soziale Isolation. Ungeklärte Zuständigkeiten und Schnittstellenproblematiken drohen die Familien im Alltag scheitern zu lassen. Auch die besondere Situation der Geschwisterkinder dürfe nicht vergessen werden.

Kontakt für Rückfragen:
Achim Ebert
Sprecher der AG Teilhabe - Rehabilitation, Nachsorge und Integration nach Schädelhirnverletzung
sowie Mitglied des Kuratoriums der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
c/o ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-40
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de


Die Arbeitsgemeinschaft Teilhabe ist ein Zusammenschluss von Fachverbänden und Selbsthilfeorganisationen mit Fokus auf Schädelhirnverletzte unter Schirmherrschaft der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung:

BAG Nachsorge erworbener Hirnschäden bei Kindern und Jugendlichen
BDH Bundesverband Rehabilitation
Bundesverband ambulant/teilstationäre Neurorehabilitation e.V.
SelbstHilfeVerband - FORUM GEHIRN e.V.
Gesellschaft für Neuropsychologie e.V.
SHG „Hirnverletzte und Angehörige“ - Hamburg und Umgebung
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung







Schriftliche Anfrage an den Bayerischen Landtag zur Versorgungssituation der MeH in Bayern
(vlnr.: Dr. P. Reuther,
H. Lüngen, B. Stamm)

Barbara Stamm,
Landtagspräsidentin a. D., Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern,
Schirmherrin des 13. Nachsorgekongresses

Volker Bouffier
Ministerpräsident des Landes Hessen,
Schirmherr des 12. Nachsorgekongresses

Boris Rhein
Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst

Karl-Josef Laumann,
Staatssekretär
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigten für Pflege
Schirmherr des
11. Nachsorgekongresses

Hermann Gröhe,
Bundesminister für
Gesundheit

Andrea Nahles,
Bundesministerin für
Arbeit und Soziales
Schirmherrin des 10. Nachsorgekongresses

Verena Bentele,
Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Schirmherrin des 9. Nachsorgekongresses

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz,
Schirmherrin des 8. Nachsorgekongresses

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
Schirmherrin des 7. Nachsorgekongresses

Daniel Bahr,
Bundesminister für Gesundheit,
Schirmherr des
6. Nachsorgekongresses

Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Schirmherr des 5. Nachsorgekongresses

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
Schirmherrin des 4. Nachsorgekongresses


Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Schirmherrin des 3. Nachsorgekongresses



Helga Kühn-Mengel, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

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